Sonntag, 20.05.2012 19:18 Uhr

Ärgerliche Westerwelle-Gaffen während UN-Besuch

Verfasser: Mihai-Robert Soran UN - New York , 14.02.2011, 20:11 Uhr
Presse-Ressort von: Mihai-Robert Soran Bericht 7183x gelesen

UN - New York [ENA] Als Außenminister Guido Westerwelle Pressefragen während seines Arbeitsbesuchs bei den Vereinten Nationen am Freitag entgegen nahm, begann er mit einer ungebetenen Erklärung und beantwortete danach nur zwei Fragen, nämlich über Ägypten und Hosni Mubarak. Natürlich tat er dies wie immer und anders als alle seine Kollegen in seiner regionalen Heimatsprache, auf Deutsch. Andere Themen lehnte er schroff ab.

Als ihn ein amerikanischer Journalist die am UN-Sitz und in Washington rege diskutierte Frage stellte, welche Antwort denn Deutschland auf die gezielten internationale Forderungen, die Hamburger Europäisch-Iranische Handelsbank AG (EIH) schließen zu lassen, parat hielte, lehnte Westerwelle brüsk und schroff ab, die Frage anzunehmen. Westerwelle belehrte die verdutzte Presse, er sei "an diesem historischen Tag" nur über Ägypten zu sprechen bereit. Dann wechselte er sofort - im üblicherweise englischsprachigen UN-Gebäude - ins Deutsche, um ungefragt seine ungebetenen Gedanken zu Tunesien preiszugeben. Dementsprechend vernichtend fiel- hinter vorgehaltener Hand - das Urteil der anwesenden Pressevertreter.

Zumal der fehl am diplomatischen Platze wirkende Außenminister Westerwelle weder nur oder überwiegend wegen Ägypten sich in den U.S.A. aufhält. Er kam einerseits, um bei einer Sicherheitsratssitzung über "Sicherheit und Entwicklung" teilzunehmen, und andererseits, um mit intensiver Lobby-Arbeit für einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat für Deutschland - zusammen mit den anderen drei Mitgliedern der sogenannten G-4-Gruppe - zu werben. Das ist im gründlichst misslungen: Journalisten meinten im Nachhinein, dass, wer als ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat sitzen will, fähig sein sollte, über mehr als nur ein selbst ausgesuchtes Thema zu sprechen, insbesondere wenn sich die Fragen auf seine eigene Politik beziehen.

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